Frieden
1.1Deutschland raus aus der NATO
Ich fordere einen Austritt von Deutschland aus der NATO. Dieses Bündnis schützt uns nicht, sondern zieht uns in fremde Kriege, macht uns zum Angriffsziel und zwingt uns immer mehr zur Hochrüstung. Die NATO ist kein Verteidigungsbündnis, sondern ein Machtmittel der USA, um ihre hegemonialen Machtansprüche in der Welt umzusetzen. Sie wurde nicht zur Verteidigung, sondern zur Konfrontation mit der Sowjetunion gegründet und kann somit in der heutigen Zeit nicht unterstützt werden. Die Aggressionen der NATO haben wir unter anderem bei der Bombardierung von Belgrad gesehen und auch heute schadet die NATO tagtäglich unserer Sicherheitsarchitektur - sei es die NATO-Osterweiterung als einer der Hauptgründe für den Ukraine-Konflikt oder das neue 5-%-Ziel, welches unseren Haushalt für Tötungsmaschinerie statt Soziales und Bildung schröpft. Daher sage ich ganz klar - Deutschland raus aus der NATO!
1.2Keine Wehrpflicht. Keine Zwangsmusterung.
Eine Zwangsmusterung oder gar Wehrpflicht lehne ich konsequent und vehement ab. Als Kriegsdienstverweigerer ist es mir ein besonderes Anliegen, dass in Deutschland niemand zum Dienst bei der Bundeswehr gezwungen werden kann. Dafür braucht es neben der Abschaffung statt Aussetzung der Wehrpflicht auch geringere Hürden für KDV-Anträge, mehr Beratungsangebote für Verweigerer und gesellschaftlichen Respekt für Verweigerer, denn Kriegsdienstverweigerung ist keine Feigheit oder Verwaltungsproblem. Wer aus Gewissensgründen erklärt, keinen Menschen zu erschießen, dessen Entscheidung verdient Respekt. Im Kriegsfall werden Menschen zu Kanonenfutter für Kapital und Staatsapparat, zu Mördern, zu Monstern. Dazu darf niemand gezwungen werden. Ebenfalls Zwangsmusterungen zur Erfassung des „Wehrmaterials“ lehne ich ab.
1.3Frieden mit Russland und eine gemeinsame Sicherheitsordnung
Russland ist nicht unser Feind! Es braucht endlich wieder diplomatische und freundschaftliche Beziehungen zu Russland, eine stärkere Erinnerungskultur und einen klaren Kampf gegen die Russophobie in Deutschland. Mehr als 20 Millionen Russen haben im Zweiten Weltkrieg ihr Leben gelassen, um die Welt und gerade uns Deutsche vom Faschismus zu befreien. Von Deutschland darf nie wieder ein Krieg ausgehen, erst recht nicht gegen Russland. Die deutsche und die russische Kultur sind eng miteinander verbunden und haben eine lange, gemeinsame Geschichte. Statt Institutionen wie das Russische Haus oder das Goethe-Institut zu schließen, braucht es wieder eine Besinnung auf gemeinsame Projekte und die Überwindung des vor allem im Westen durch die amerikanische Besatzung und den Kalten Krieg tief sitzenden Russenhasses in Deutschland. Es braucht eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur Europas unter Einbeziehung Russlands als europäischen Nachbar- und Partnerstaat.
1.4Neutralität statt Abhängigkeit von den USA
Kein Land auf der Welt hat eine so blutige, größenwahnsinnige und mörderische Geschichte wie die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Kriegstreiber der USA haben in den vergangenen Jahrzehnten endlose Ressourcenkriege angezettelt, Präsidenten entführt, Menschenrechte ausgehebelt, spioniert, geputscht und die Welt immer weiter in die falsche Richtung getrieben. Deutschland muss endlich souverän von diesem Regime werden und amerikanische Truppen Deutschland endlich verlassen. Die deutsche Politik darf nicht mehr länger am Zipfel von Washington hängen, sondern muss sich klar um die Interessen der eigenen Bevölkerung und des eigenen Landes kümmern. Kooperation mit anderen Staaten muss auf Augenhöhe stattfinden und darf kein blinder Gehorsam sein.
1.5Abrüstung und die Überwindung militärischer Strukturen
Statt immer stärkerer Aufrüstung, Kriegstüchtigkeit, Sondervermögen, Prozentzielen und größenwahnsinnigen Plänen der stärksten konventionellen Armee in Europa braucht es einen klaren Kurs der Abrüstung und des Umbaus der Bundeswehr auf eine reine Verteidigungsarmee, mittel- bis langfristig muss das Ziel die komplette Abschaffung der Bundeswehr und die Überführung von Aufgaben wie Katastrophenschutz an zivile Stellen sein.
Das Budget für Verteidigung muss drastisch gesenkt werden, mindestens auf das Niveau von 2014 und die dadurch freigeräumten Gelder zur kommunalen Entlastung, für zivile Infrastruktur und Soziales verwendet werden. Die größte Gefahr für Deutschlands Sicherheit aktuell ist die eigene Aufrüstung. Durch diese macht sich Deutschland überhaupt erst zum Ziel. Waffenexporte, Auslandseinsätze, militärische Intervention und den Umbau des zivilen Lebens zur Kriegstüchtigkeit lehne ich ab. Ebenso fordere ich stärkere Initiativen zur nuklearen Abrüstung und ein klares Bekenntnis zum Frieden der Bundesregierung.
1.6Völkerrecht ohne doppelte Maßstäbe
Das Völkerrecht gilt es als höchstes internationales Recht zu achten, zu schützen und zu befolgen. Hierbei ist eine vollumfängliche und gesamtheitliche Betrachtung der Rechtsgrundlagen unausweichlich. Es kann nicht geduldet werden, wenn in der Betrachtung eines Sachverhaltes eine subjektive Beurteilung durch Staatsvertreter getroffen wird, abhängig von den Relationen zu dem betroffenen Staat. Vorwürfe auf Völkerrechtsbrüche sind neutral zu prüfen. Bei einem nachweislichen Bruch gilt es, diesen vehement zu ahnden und zu verurteilen.
1.7Stopp des Genozids in Gaza
Israel begeht einen Genozid in Gaza und die deutsche Regierung unterstützt fleißig mit. Die rechtsextreme und US-gestützte Regierung Netanjahus hat in den letzten Jahren zehntausende Zivilisten, darunter ein großer Teil Frauen und Kinder, ermordet, vertrieben, gefoltert oder inhaftiert. UNICEF bezeichnet den Gazastreifen als gefährlichsten Ort für Kinder auf der Welt, ein Friedhof für Kinder und ihre Familien. Gegen Netanjahu liegt ein Haftbefehl des IStGH vor, Ben-Gvir verbreitet ein KI-Video, welches nach Medienberichten ein Konzentrationslager für Palästinenser darstellt und Überfälle auf Aktivisten, Hilfslieferungen und humanitäre Hilfe vor Ort durch zionistische Siedler und Soldaten werden politisch, polizeilich und medial gedeckt. Einige IDF-Soldaten brüsten sich in Videochats und Interviews damit, wie viele Menschen sie getötet haben und wie stolz sie auf die Zerstörung ganzer Straßenzüge und Städte sind. Der Hass auf Palästinenser wird durch Medien, Bildungssystem und Staatspolitik massivst geschürt und glorifiziert. Deutschland muss endlich aufhören, Waffen nach Israel zu liefern und sämtliche militärische und sicherheitspolitisch relevante Zusammenarbeit mit Israel beenden. Des Weiteren muss die Bundesregierung endlich diesen Genozid klar benennen, das Handeln Israels verurteilen und sich klar dem Urteil des IStGH verpflichten. Für die Festsetzung deutscher Aktivisten in Israel und die Behandlung durch Ben-Gvir im Jahr 2026 müssen diplomatische Konsequenzen folgen.
1.8Den Ukraine-Krieg durch Diplomatie beenden
Der Krieg in Europa ist schrecklich und hat inzwischen Hunderttausende in den Tod geschickt. Dieser Krieg muss schnellstmöglich und langfristig beendet werden.
Dies wird allerdings nicht durch Waffen, Sanktionen oder immer mehr Aufrüstung passieren. Im Gegenteil – es braucht Verhandlungen, Diplomatie und Gespräche zwischen den Kriegsparteien, so wie es in Istanbul bereits einmal hätte funktionieren können, bevor die Gespräche scheiterten und westliche Regierungen auf eine Fortsetzung der militärischen Unterstützung setzten. Dazu gehört auch eine klare Aufarbeitung und Verurteilung des CIA-gestützten Euromaidan, des Erstarkens des Faschismus in der Ukraine durch Asow-Bataillon und Bandera-Kult, der Angriffe auf den Donbas durch die Ukraine mit tausenden getöteten Zivilisten, der falschen Versprechungen von Minsk II, der NATO-Osterweiterung und des starken Beschusses von Donezk und Luhansk kurz vor Beginn des Krieges. Nur durch Dialog und die Klärung von Sicherheitsinteressen kann es einen langfristigen Frieden geben, nicht durch Taurus, Anthem oder sonstige militärische Kriegsmaschinerie – dann wird der Krieg noch Jahre als Abnutzungskrieg weiterlaufen und das Sterben weitergehen, während bereits jetzt immer weniger Menschen an die Front wollen und die Ukraine unmenschliche Zwangsrekrutierungen auf offener Straße durchführt, um den Lebendfleischwolf weiter zu füttern.
1.9Deutschland als Ort der Verständigung
Deutschland muss eine zentrale Rolle als Vermittler in internationalen Konflikten spielen und somit eine neue Form der Neutralität einführen. An internationalen Sanktionen, Interventionen oder sonstigen Einmischungen sollte Deutschland jegliche Teilnahme verwehren. Stattdessen sollte die Bundesrepublik genutzt werden, um einen neutralen Boden für Konfliktparteien und Diplomaten zu bieten.
1.10Gedenken und Verantwortung ernst nehmen
Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, in welchem über eine Million Menschen brutalst ermordet, gefoltert, missbraucht und entmenschlicht wurden, von der Roten Armee befreit. Unter ihnen Juden, Kommunisten, Homosexuelle, Demokraten, Sinti und Roma und weitere Minderheiten. Wir verdanken es den Helden der Roten Armee, welche dieses Leid endgültig beendet und die Menschen befreit haben.
Am 08. Mai war Deutschland endlich vom Faschismus befreit. Über 27 Millionen Sowjetbürger, davon etwa 18 Millionen Zivilisten, 6 Millionen Juden und Millionen weitere Minderheiten ließen durch die unsäglichen Grauen des Faschismus ihr Leben. Auch hier war es in erster Linie die Sowjetunion, welche in großem Ausmaß Verluste erlitt und die Rote Armee, welche den größten Anteil an der Befreiung Deutschlands vom Faschismus geleistet hat.
Um diesen Menschen zu gedenken und zu danken, fordere ich sowohl den 27. Januar, als auch den 08. Mai als Feier- und Gedenktag zu etablieren und somit die Dankbarkeit und Ehrbietung gegenüber den Befreiern vom Faschismus tiefer in unsere Kultur zu etablieren.
1.11Multilateralismus und globale Gerechtigkeit
In Zeiten neuer globaler Machtverteilung und neuen Kräfteverhältnissen auf der internationalen Bühne muss auch Deutschland sich anpassen. Klar ist – der Dialog mit allen Staaten muss aufrechterhalten werden. Breite Wirtschaftssanktionen schaden meist ausschließlich der Zivilbevölkerung statt dem betroffenen Staat, weshalb ich diese klar ablehne. Stattdessen muss der Dialog und die Völkerverständigung ausgebaut und stärker gefördert werden. Einen besonderen Fokus sollte Deutschland auf die Volksrepublik China setzen. China beweist bereits seit einigen Jahren, wie ein modernes Wirtschaftswachstum, Infrastruktur und Koordination in einer globalisierten Welt funktioniert und bietet eine große Chance, als Lehrer und Vorbild zu agieren. Auch dem BRICS-Bündnis sollte sich Deutschland annähern und langfristig anschließen, um faire internationale Handelsbeziehungen zu gewährleisten.